Selbstliebe Teil 1 - Die Bejahung des eigenen Selbst

Es ist nichts Neues, dass wir Menschen uns selbst häufig hinterfragen, ob wir in Ordnung sind, ob wir gut genug sind oder ob wir vor Anderen bestehen können. Sehr häufig machen wir uns mit Selbstzweifeln nieder.

Die meisten Gespräche die Menschen führen sind Zwiegespräche und die Überzahl davon finden in unserem Kopf statt. Sie können es sich denken, dass diese nicht nur selbstkritisch sondern auch destruktiv sind. Ganz oft beginnen wir morgens vor dem Spiegel schon, uns zu demontieren. Vor allem sind das Frauen, die an ihrem Aussehen viel auszusetzen haben. Um glücklich zu sein, ist jedoch die Liebe zu uns selbst, die Selbstliebe unumgänglich.

Deshalb möchte ich folgendes an die Wände schreiben oder laut in die Welt hinaus posaunen:  Selbstliebe verlangt von uns allen, dass wir uns selbst als wertvollen Menschen in unserem Leben bejahen. Wenn wir das nicht von klein auf gelernt haben, dann bedarf es einer klaren Entscheidung, uns selbst in unserem Sein zu bejahen. Denn wir sollten den wichtigsten Menschen in unserem Leben schon mögen, lieben. Denn das sind Sie selbst in Ihrem Leben, ich in meinem. Es dreht sich tatsächlich alles in Ihrem Leben um Sie selbst, auch wenn man Ihnen früher etwas anderes erzählt hat. Vielleicht erinnern Sie sich, als man Sie als Kind anmahnte, dass sich nicht alles um Sie drehe. 

Was macht Sie glücklich?

Wenn Sie sich beginnen selbst zu lieben, werden Sie sich automatisch nicht bei Dingen, Situationen oder Menschen aufhalten, die Sie zum einen nicht ändern können und Ihnen zum anderen nicht gut tun. Denn Sie wissen genau, was Sie glücklich und was Sie unglücklich macht. Das ist der erste Schritt zu einem zufriedenen und erfüllten Leben. Es lässt Sie auch erkennen, wo Ihre eigenen Grenzen sind. Diese sind extrem wichtig für Sie selbst aber auch für andere, Sie überhaupt zu erkennen und zu erfahren. Ein Mensch ohne Konturen, also Grenzen, ist nicht sichtbar, nicht erfahrbar und wird häufig auch nicht als verlässlich angesehen. Beginnen wir also jetzt: Ich lade Sie ein, aktiv einen wichtigen ersten Schritt zu gehen: Erstellen Sie eine Liste mit zwei Spalten. In die eine Spalte schreiben Sie, was Sie unglücklich und in die andere Spalte was Sie glücklich macht. 

Ist das Jammern verbannt, kann das Glück einziehen

Des Menschen liebste Beschäftigung, so scheint es, ist die Verbreitung von Dramen und das Jammern. Vielleicht kennen Sie das Sprichwort: ‚Geteiltes Leid ist halbes Leid’. Leider stimmt das nicht so ganz. Denn wenn wir beim Vorübergehen - und das meine ich mit Jammern -  einer  Bekannten unser Leid klagen, dann verbreiten wir damit nicht unbedingt die beste Stimmung. Wir schultern diesen unsere Last ein Stück weit auf. Unser Kummer wird damit aber nicht gemildert oder geteilt. Das Gegenteil ist der Fall, es wird sich ausweiten. Vielleicht erzählt die Bekannte, der wir etwas vorgejammert haben, diese Geschichte ihrer Freundin weiter … und so macht die negative Energie ihre Runde. Das ist nicht unbedingt schön und produziert kein Lebensglück, allenfalls vielleicht Schadenfreude bei dem einen oder anderen. Auch ich hatte meine Krisen und habe mich ertappt, dass ich Bekannten, die mich nach meinem Befinden fragten, mein Leid klagte. Irgendwann habe ich bemerkt, wie negativ das ist. Und ich erinnerte mich daran, dass es nur die Selbstliebe ist, die einen heilt, und nicht das Jammern. Es gibt tatsächlich dann auch keinen Grund mehr anderen Menschen unser Leid zu klagen, die können ohnehin nichts für einen tun. Verstehen Sie mich nicht falsch, natürlich sollen Sie sich einem geliebten Menschen anvertrauen, sich trösten lassen und wieder Kraft schöpfen. Das ist wichtig und geschieht in einem geschützten und vertraulichen Rahmen.

Der Weg zur Selbstliebe beginnt im eigenen Kopf

Ich habe schon sehr oft darüber referiert und geschrieben, dass wir einen hohen Grad an Aufmerksamkeit benötigen, um zu erkennen, was wir den lieben langen Tag denken. Warum ist das wichtig? Unsere Gedanken bestimmen zu einem sehr wesentlichen Teil, was wir fühlen und wie wir die Welt in uns - das geschieht über unsere Gefühle - als auch - und vor allem - da draußen wahrnehmen. Es geht also um den Augenblick. Um die Achtsamkeit im Hier und Jetzt. Denn sonst gibt es keinen anderen zu lebenden Moment. Es ist immer das Jetzt, die Präsenz des Seins, die wir Leben nennen können. Und dieses wird nun mal von den Gedanken sehr entscheidend geprägt. 

 

Heinz Erhard sagte einst: ‚Glauben Sie nicht alles was Sie denken!‘ Ich liebe dieses Zitat. Es ist lustig aber auch sehr tiefgründig. Die Gedanken zu kontrollieren und immer wieder zu hinterfragen ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Auch die Frage, wie man eine solche Instanz etabliert, die kontrolliert, was man denkt, ist berechtigt. Hier hatte ich mir früher etwas von den Buddhisten abgeschaut: Ich stellte mir einen Timer so ein, dass er alle 15 Minuten durch ein Signal anzeigt, dass ich nun meine Gedanken überprüfen solle. Das war so wirkungsvoll und brachte eine Menge Klarheit. Ich kann es nur empfehlen. Wenn Ihre Gedanken dann von Selbstzerstörung und Selbstkritik geprägt sind dann ändern Sie sie. Sind Sie alleine im Zimmer können Sie das laut tun, wenn nicht, dann in Gedanken. So können Sie nun Ihre eigene innere Herabsetzung entlarven und klar entscheiden, was Sie statt dessen über sich selbst denken. Das sind die ersten Schritte Richtung Selbstliebe.


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Gedanken zu ändern, beginnt mit der bewussten Gedankenschau

In dem Moment in dem Sie merken, dass Sie gerade nichts Gutes über sich denken, oder eine negative Situation ständig immer wieder durchdenken, sagen Sie laut: STOPP.  Es ist so, als wenn Sie sich von einem Gegenstand abwenden wollten um sich nun einem anderen, der besser ist und schöner zuwenden. Beispiel: Eine Klientin ertappte sich dabei, dass sie ihr Äußeres stets verurteilte. Alle anderen seien schöner. Sie dachte auch voller Groll daran,  dass sogar ihr Partner anderen Frauen hinterherschaue und für sie selbst keinen Blick übrig hätte, weil sie eben nicht schön sei, nicht liebenswert und auch nicht mehr so jung. So übte Sie durch das STOPP diesen Gedankenzug abzubrechen und wandte sich einem anderen Gedanken ganz gezielt zu.  Sie sagte jedermann wenn sie sich bei dem negativen Gedanken ertappte, ‚Ich bin die wichtigste Person in meinem Leben. Und ich stelle mir nun vor, wie ich von innen nach außen strahle.’ Sie stellte sich sogar vor,  einen kleinen Regler in ihrem Solarplexus zu haben, woran sie ihre Ausstrahlung auf ein Maximum hochdrehen könne. Sie sagte sich weiter ‚Ich bin die Sonne in meinem Leben.‘ Das ist übrigens mein Lieblingssatz geworden, der auch bei mir immer wirkt. Probieren Sie es aus. Schreiben Sie sich hier den Satz auf, mit dem Sie die alten negativen Gedanken nach dem Gedankenstopp ersetzen. Machen Sie sich auf den Weg. 


© copyright Martina M. Schuster

Bilderquelle: Canva


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